Die Entwicklung der Zähne

Die Entwicklung der Zähne beginnt bereits beim 4-5 Wochen alten Embryo. Dabei werden für den Milchzahn und den bleibenden Zahn getrennte Zahnanlagen ausgebildet. Die Milchzähne bilden den Kauapparat der Jungtiere und dienen als Platzhalter für die später durchbrechenden bleibenden Zähne. In der 3.-6. Lebenswoche findet der Zahndurchbruch statt. Hunde besitzen 28 Milchzähne, die später durch 42 bleibende ersetzt werden.

Der Hund hat zwei Zahngenerationen

Die bleibende Zahngeneration stößt in der Regel gerade unterhalb der Milchzähne durch, wobei sie deren Wurzel auflöst. Am Schluss muss nur noch die Krone der Milchzähne ausfallen. Schneidezähne (Incisivi), Eckzähne (Canini) und vordere Backenzähne (Prämolaren) wechseln regulär. Die hinteren Backenzähne (Molaren) und der erste Prämolar (P1) haben nur eine Generation und stoßen als bleibende Zähne. Der Wechsel der Milch- zu den bleibenden Zähnen erfolgt zwischen dem 3. und 7. Lebensmonat.

Für das Zustandekommen einer normalen Okklusion müssen neben den Zähnen auch die Kaumuskulatur und das Kiefergelenk optimal funktionieren und die Kiefer korrekt geformt sein.

Vererblichkeit führt zum Ausschluss aus der Zucht

Hunde, bei denen funktionell bedeutende Zähne nicht ausgebildet sind, sollten von der Zucht ausgeschlossen werden, denn das Tolerieren von weniger als 42 Zähnen bedeutet oft, dass sich der Schädel verkürzt hat und Atemprobleme zunehmen. Die Nichtanlage von P1 hat eine Vererblichkeit von 41 %. Bei anderen Zähnen und bei der Polyodontie sind keine Zahlen bekannt.

Weimaraner Eywa mit gesunden Zähnen
Weimaraner Eywa mit gesunden Kauapparat

Grundsätze

  • (1) Kieferanomalien sind klinisch bedeutsamer als einzelne Zahnfehler
  • (2) Kieferanomalien sind hoch vererblich
  • (3) Unterkieferverkürzungen resultieren meist in schwerwiegenden Problemen
  • (4) Die Vererblichkeit von Zahnwechselfehlern ist zur Zeit nicht nachgewiesen
  • (5) Kurzköpfigkeit und fehlende Prämolare resp. Molare haben einen direkten Zusammenhang

Empfehlungen für die Rasseclu

  • (1) Nur Scherengebiss zulassen.
  • (2) Unterkiefereckzahn muss vor Oberkiefereckzahn sein und in die Lücke zwischen den 3. Schneidezahn und den Eckzahn passen.
  • (3) Beim Hund müssen alle 42 Zähne vorhanden sein.
  • (4) Bei sehr schmaler Zuchtbasis können für eine befristete Zeit alle vier P1 fehlen.
  • (5) Bei den brachycephalen Rassen kann von den Empfehlungen abgewichen werden, sofern die Richtlinien periodisch angepasst und verschärft werden.

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